Wilhelm Tell – Woher kommt dieser Name? Wilhelm Tell – Unser Nationalheld. Doch woher kommt dieser Name? 🤔 In Anbetracht des bevorstehenden Schweizer Nationalfeiertags richten wir die Aufmerksamkeit auf Wilhelm Tell – nicht auf die Sage selbst, sondern auf den Namen. Eine mögliche Erklärung für den Namen Tell liegt in dem germanischen Wort dalla-, das in der altenglischen Dichtersprache als stolz, vertrauend auf etwas verwendet wurde. Dies würde gut zu dem stolzen Tell passen, der dem Gesslerhut den Gruss verweigerte. Tatsächlich gab es im Althochdeutschen auch den Personennamen Tallo oder Tello. Eine alternative Interpretation beruht auf dem Gegenteil und bezieht sich auf das Verb talen oder dälen, was “einfältig reden” bedeutete und im Schweizerdeutschen bis ins 19. Jahrhundert belegt ist. Es gab auch das Wort Däll mit der Bedeutung Einfältiger oder Tor, das noch bis ins 19. Jahrhundert in Basel bekannt war. Der Ursprung des Namens Tall oder Tell für…

Read more

Saalintegration beim Kanton Bern Wir haben letztes Jahr bei der Erneuerung der Saaltechnik des Berner Rathauses mit den Medien- und Kommunikationsspezialisten von der Kilchenmann AG zusammengearbeitet. Das Resultat: das neue Online-Tagblatt  des Grossen Rates. Auf diesem lassen sich alle zukünftigen Sitzungen des Grossen Rates gleichzeitig als Videostream und Protokoll abrufen und einsehen. Im Video erklärt unser CEO David Imseng, welche Technologie genau hinter dem neuen Webauftritt des Kantonparlaments steckt und was diese alles kann. Zurück zur Übersicht

Wort des Monats: Heuschrecke Im Sommer können in der Schweiz auf den Wiesen zahlreiche, grüne oder braune Insekten ohne erkennbare Flügel auftreten. Diese auffälligen Insekten besitzen grosse, angewinkelte Hinterbeine. Wenn sie nicht gestört werden, erzeugen sie ein lautes Zirpen, doch wenn man sich ihnen nähert, springen sie plötzlich in grossen Sätzen davon. Es handelt sich dabei um Heuschrecken 🦗, von denen es in der Schweiz mehrere Dutzend Arten und Bezeichnungen gibt. Bereits seit der althochdeutschen Zeit werden Heuschrecken vor allem aufgrund ihres auffälligen Verhaltens benannt. Die ältesten Bezeichnungen wie hewistaffol, hewistaffil und hewistapfo beziehen sich nicht auf das Hüpfen, sondern vielmehr auf das kletternde Verhalten mit den markanten langen Beinen.🦵🏼 Diese Bezeichnungen finden sich in einer Vielzahl von schweizerdeutschen Ausdrücken in verschiedenen Varianten wieder. Das ursprüngliche Grundwort hatte die Lautform -staffel oder -stäffel und in vereinzelten Ausdrücken wie Heustaffel und -Stäffel kommt es immer noch vor. Vor allem im Mittelland…

Read more

Embri und Embrüf Der Monat Juli wurde nach dem römischen Staatsmann Julius Caesar benannt. Doch weshalb wurde dieser Monat nach ihm benannt? Und ist dies die einzige Bedeutung für den Juli? Der ursprüngliche Name des Monats Juli war “Quintilis”, was “der Fünfte” bedeutete. Wie bereits für die Monate Oktober, November und Dezember erwähnt wurde, begann das Jahr im alten Rom im März. Im Jahr 153 v. Chr. wurde dies jedoch geändert. Einige Monate erhielten neue Namen, während andere bis heute beibehalten wurden. Um 46 v. Chr. veranlasste Julius Caesar eine Kalenderänderung, die sich vom römischen zum julianischen Kalender vollzog. Nach seinem Tod wurde der Monat nach ihm unbenannt. Der Monat Juli ist auch unter dem alten deutschen Namen “Heuert” bzw. “Heuet” bekannt. Gleichzeitig wird dieser Zeitraum als Heumonat bezeichnet, da zu dieser Jahreszeit das Heu zum erstem Mal im Jahr gemäht wird. Darüber hinaus wurde der Monat in der Vergangenheit…

Read more

Embri und Embrüf Wieso weiss ausserhalb des Wallis niemand wo diese zwei Richtungen führen? 🤷🏼‍♀️ Es sind sich alle einig – Die Walliser Dialekte gelten als die aussergewöhnlichsten in der restlichen Deutschschweiz. Fragt man andere Deutschschweizer nach einem typischen Walliser Ausdruck, ist embri und embrüf die häufigste Antwort. Die Walliser scheinen ständig von embri und embrüf Gebrauch zu machen, während die übrigen Deutschschweizer zwar verstehen, dass es sich um Richtungsangaben handelt, aber nicht genau wissen, welche.🤔 Embrüf bedeutet “nach oben” ⬆️, wie das “üf” deutlich macht. Im ersten Teil des zusammengesetzten Wortes steckt aber eine Bedeutung “wieder”, die Ende des 19. Jahrhunderts im Schweizerischen Idiotikon noch in den Kantonen Basel-Land, Aargau, Solothurn, Unterwalden und vor allem Bern gebräuchlich war, seitdem aber weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Nur in Zusammensetzung hat sie überlebt. Zum Beispiel bedeutet aberuf wörtlich “wieder hinauf”. Das Gegenstück zu embrüf ist embrab, was “nach unten” ⬇️ bedeutet…

Read more

Sprechgeschwindigkeiten in Dialekten Die Sprechgeschwindigkeit bei Schweizerdialekten kann je nach Region, Dialekt und individueller Sprechweise variieren. Es gibt keine einheitliche Sprechgeschwindigkeit für alle Schweizerdialekte. Einige Dialekte können eine tendenziell langsamere Sprechgeschwindigkeit aufweisen, während andere schneller gesprochen werden können. 💡 Die Sprechgeschwindigkeit kann von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden, darunter die Klangstruktur des Dialekts, die Betonung, die Artikulation und individuelle Sprechgewohnheiten. Manche Dialekte, wie beispielsweise der Innerschweizer Dialekt ist sehr langsam, hat jedoch nicht den Ruf langsam zu sein. Am langsamsten wird wohl der Bernerdialekt wahrgenommen. So werden die Berner wegen ihrer Sprachgeschwindigkeit oder besser gesagt Langsamkeit als Lamaaschis 🐌 bezeichnet. Andere Dialekte, wie beispielsweise der Zürichdeutsche, können aufgrund ihres rhythmischen und schnelleren Sprechstils als flüssiger erscheinen und werden dadurch als Schnellschwätzer 💨 bezeichnet. Anhand der abgebildeten Karte lässt sich folgendes erkennen: Je heller das Grün, desto langsamer ⏳ – je dunkler das Blau, desto schneller ⏱️. Es ist wichtig anzumerken, dass…

Read more

Juni Im Laufe der Zeit hat der Monat Juni viele Namen erhalten. Wie lauten diese Namen und was verbindet sie mit dem Juni? Der Monat Juni wird als “Brachmonat”, “Brachet” oder ”Brachmond” bezeichnet, da in der Dreifelderwirtschaft des Mittelalters in diesem Monat die Bearbeitung von unbestellten Acker, einem ungenutzten Grundstück (“Brachet”) begann. Zudem steht der Juni für den “Rosenmonat”, weil Rosenblüten in diesem Monat ihren Höhepunkt erreichen. Es gibt aber noch eine dritte Bezeichnung für den Monat Juni. Der Name “Juni” kommt wahrscheinlich von der römischen Göttin Juno, Jupiters Gattin, Göttin der Ehe und Beschützerin von Rom. Laut dem römischen Dichter Ovid kommt der Juni vom Wort «iuniores», den «Jüngeren», welcher im Gegensatz zum Mai Monat, den «maiores», also den «Ältesten» steht. Welcher Name nun der Beste ist, ist umstritten. Eines ist klar, der Juni steht für den Beginn des Sommers! Zurück zur Übersicht

Wort des Monats: Schmetterling Wie nennt ihr diese Tiere, die mit ihrem schlanken Körper und den grossen ausgesprochen bunten Flügeln einen tanzenden Flug darlegen?🦋 Der Schmetterling wird in einem grossen Gebiet des Mittellandes als eine Art Vogel bezeichnet, am häufigsten als Summervogel 🐦, also als Vogel, der typischerweise im Sommer anzutreffen ist. Eine Vielfalt von Bezeichnungen existiert im südlichen alpinen Bereich. Der Ursprung des Wortes kommt vom altdeutschen fifaltra oder auch pifoltra. Es ist jedoch unklar, woher die weitere Herkunft von fifaltra kommt. Es wird vermutet, dass es sich um eine Reduplikationsform handelt, möglicherweise zu flattern. Für alte germanisch-deutsche Wörter hat das Wort in seiner unanalysierbaren Dreisilbigkeit eine untypische Gestalt. Darum gibt es in den Dialekten viele verschiedene Umdeutungen und Umwandlungen. Im Wallis und an weiteren Ortschaften ist die altdeutsch bezeugte Form fifaltra als Fifolter(e) bekannt. Es herrschen verwandte Wortbilder wie der Pfifoltere oder Pipolter. Daraus lässt sich schliessen, dass die…

Read more

recapp Webinar Neugierig, was unser Geschäftsführer David Imseng und der Experte für Datenschutzrecht Stephan Kronbichler am Webinar über künstliche Intelligenz und Datenschutz erzählt haben? Jetzt für den Newsletter registrieren und informiert werden, sobald die Aufnahme auf Youtube verfügbar ist. 👉 https://recapp.ch/kontakt/#newsletter Pour des nouvelles en français 👉 https://recapp.ch/fr/contact/#newsletter  Zurück zur Übersicht

Mai Der Monat Mai trägt den Spitznamen «Wonnemonat» und steht für das Frühlingserwachen. Doch wieso trägt der Mai diesen Spitznamen? Der Begriff «Wonnemonat» wird mit dem Start des Frühlings und den ersten warmen und sonnigen Tagen des Jahres in Verbindung gebracht. Bloss woher kommt dieser Ausdruck eigentlich? Das Wort Mai kommt ursprünglich aus dem Althochdeutschen und hiess damals «wunnimanod», «winnimanod» oder «winni», was so viel wie Weide bedeutete. Somit steht der Wonnemonat sinnesgemäss für den Weidemonat. So lässt sich auch erklären, wieso die Kühe im Mai wieder auf die Weide kehren und auf die Alpe getrieben werden. Zurück zur Übersicht

50/67